Terrazzoplatten

Eigenschaften von Terrazzoplatten

TerrazzoplattenTerrazzoplatten

Terrazzo als gegossener Bodenbelag ist schon seit der griechischen und römischen Antike beliebt. Über den Kirchenbau erhielt der Boden Einzug in Mitteleuropa.
Wie die gegossenen Vorbilder aus Kirchen und historischen Gebäuden, werden VIA Terrazzoplatten traditionell hergestellt: aus einer Mischung aus eingefärbtem Zement und farbigen Zuschlägen, ohne Kunstharze oder sonstige Kunststoffe.
Die Mischung wird gepresst und erhält seine typische Oberflächenoptik durch anschließendes Schleifen.

Weiß, Rot, Grau und Schwarz sind die vier typischen Terrazzofarben. VIA stellt Platten in diesen vier Farben im Format 20 x 20 cm her.

Die charakteristische Körnung der Platten lässt die einzelnen Plattenmuster nicht absolut präzise verlaufen – ein Merkmal der Terrazzo-Produkte.

Die Platten werden mit einer 120er Körnung geschliffen. Damit wird eine Oberfläche gemäß R9 Klassifizierung erreicht. Durch diesen Prozess können einzelne kleine Körner an den Plattenkanten herausgerissen werden, so dass es zu leichten Gesteinsausbrüchen, bzw. Kantenunebenheiten kommen kann.

VIA Terrazzoplatten werden getrocknet und sind offenporig. Sie sind bis nach ihrer Imprägnierung schmutz- und feuchtigkeitsempfindlich.

Wie alle Böden, die aus Naturmaterialien produziert werden, ist dieser Bodenbelag – wie auch Natursteine wie z.B. Marmor – säureempfindlich. Daher sollte er nicht mit scharfen säurehaltigen Reinigern behandelt werden. Säurehaltige Lebensmittel (z.B. Wein) sollte zeitnah von den Platten entfernt werden.


Terrazzoplatten - Verlegung

Die Verlegung ist nicht schwierig, aber sie sollte sorgsam ausgeführt werden, damit Sie lange viel Freude an den Platten haben.
Es gibt ein paar Dinge zu beachten:

  • Die Platten werden im Buttering-Floating-Verfahren im Mittelbett mit VIA Plattenkleber und mit einer minimalen Fugenbreite (knirsch) verlegt. Dadurch ergibt sich ein zeitlicher Aufwand von ca. einer Stunde für einen Quadratmeter. 
  • Wir empfehlen Ihnen als Fugenmasse die traditionelle Mischung von Trasszement und Quarzsand (0,1 bis 0,3 mm Korngröße). Dies sind handelsübliche Baustoffe. Nicht zu verwenden ist Fertigfugenmasse, denn diese enthält Kunststoffpartikel, die sich in die noch offenporigen Platten setzen können und so einen Grauschleier auf den Platten entstehen lassen können.
  • Die Imprägnierung der Platten erfolgt nach dem Verfugen. Sie können die Imprägnierung entweder mit dem VIA Plattenöl oder mit der VIA Mineralimprägnierung vornehmen.

Imprägnierung

Die Imprägnierung mit dem selbst aushärtenden VIA Plattenöl erfolgt nach der vollständigen Trocknung des Bodens nach dem Verfugen, die nach ca. einer Woche gegeben ist. Es darf sich keine Restfeuchte im Boden befinden. Säubern Sie den Boden daher vor dem Imprägnieren nicht mit Wasser, sonst kann das Öl nicht in die Plattenporen eindringen.

Die VIA Mineralimprägnierung auf Wasserglasbasis verkieselt die Oberfläche der Platten. Auch hier ist die Eindringtiefe essentiell für ein gutes Ergebnis und die Trockenheit des Plattenbelags daher eine wichtige Voraussetzung.

Zum genauen Imprägnierungsverfahren mit VIA Plattenöl oder VIA Mineralimprägnierung lesen Sie das entsprechende Datenblatt.

Die Imprägnierung der Terrazzoplatten ist sehr wichtig und unumgänglich. Erst durch die Imprägnierung erhalten die Platten den nötigen Schutz. Schauen Sie sich unseren VIA Verlegefilm und die VIA Verlegeanleitung auf der VIA Webseite an.


Pflege

Traditionell werden Terrazzoböden mit Schmierseife gereinigt. Die VIA Schmierseife pflegt den Boden durch ihre rückfettende Eigenschaft und lässt über die Zeit eine schöne Patina entstehen. Gröbere Verschmutzungen können z.B. mit einem „Glitzi“-Schwamm und ATA (Putzmittel) oder auch mit sogenannten “Putzstein“ entfernt werden.

Aufbereitung

Die Platten erhalten zusätzlichen Glanz durch eine Aufarbeitung mit Diamantpolierpads. Dabei werden unterschiedlich gekörnte Polierpads der Reihe nach angewandt.

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