Das kleine VIA ABC

– Wissenswertes von A - Z

Ausblühungen.

Es ist darauf zu achten, dass keine Feuchtigkeit unter den Plattenbelag dringt. Ist dies dennoch der Fall, wird beim Austrocknen Calciumcarbonat an der Oberfläche abgelagert (Ausblühung). Dieser weiße Belag ist abrasiv zu entfernen.

Bodenheizung.

Im Prinzip wird bei der Verlegung eine Betonplatte auf einen Betonboden (Zementestrich) geklebt. Es ergibt sich kein Materialsprung wie beim Verlegen einer Keramik.

Changieren.

Die Platten sind produktionsbedingt Unikate. Keine Platte ist wie die andere. Daher kommt es zu Farbnuancen, die in der Fläche dann das charakteristische Changieren der Platten hervorrufen.

Diamantschleifpads.

Mit VIA Diamantschlafpads für Einscheiben- und Handmaschinen kann die Plattenoberfläche aufpoliert werden und erhält den gewünschten Glanzgrad. Diamantschleifpads sind Bodenreinigungsscheiben, die mit unzähligen, mikroskopisch kleinen Diamanten bestückt sind und den Boden mechanisch reinigen und polieren – ausschließlich mit Wasser.

Druck.

Beton hat eine hohe Druckfestigkeit. Ist jedoch nicht auf Biegung zu Beanspruchen. Die Platten werden schon bei der Fertigung mit 100 to pro 20x20 cm Platten gepresst.

Damit der Druck gut an den Untergrund weitergegeben werden kann, ist eine Verlegung im Buttering Floating Verfahren unerlässlich.

Einfüllpunkte.

Mehrfarbige und gemusterte Platten kommen durch aufwendig gefertigte Schablonen zustande. Diese werden handgefertigt und orientieren sich an alten Bodenfliesen und Musterbüchern ehemaliger Manufakturen.

Beim Befüllen der Schablonen können Einfüllpunkte entstehen. Diese sind keine Fehler, sondern gehören zum traditionellen Produktionsprozess und zum Charakter der Platten.

Fugenbreite.

Traditionell werden Zementmosaik- und Terrazzoplatten mit einer sehr geringen Fugenbreite verlegt. So erreicht man, dass ein flächiger Belag entsteht, Muster ohne störendes Fugenraster zur Geltung kommen und die Plattenkanten geschützt sind.

Glanz.

Zusätzlichen Glanz erhalten die Platten, wenn man die Oberfläche nach dem Imprägnieren und Aushärten mit Diamantschleifpads aufpoliert. Damit lässt sich der gewünschte Glanzgrad erreichen. Diamantschleifpads sind Bodenreinigungsscheiben, die mit unzähligen, mikroskopisch kleinen Diamanten bestückt sind und den Boden mechanisch reinigen und polieren. Die Fläche muss mit Wasser angefeuchtet sein, um den Glanz zu erzielen. Bei trockener Anwendung haben die Pads keine Polierwirkung.    Auch Böden, die schon ein Jahrhundert hinter sich haben, können damit aufgearbeitet werden.

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Imprägnierung.

Zementmosaikplatten verhalten sich ebenso wie Naturstein oder andere offenporige Materialien, daher müssen die Platten nach dem Verlegen mit dem VIA Plattenöl behandelt werden. Dieser Prozess schließt durch Aushärtung des Öls die Poren des Materials und dient damit der Imprägnierung. Ohne die Imprägnierung kann jede Flüssigkeit direkt in die Oberfläche eindringen. Damit das Öl richtig in die Platten eingearbeitet und gleichmäßig verteilt wird, wird die Fläche mit einer nicht-rotierenden Poliermaschine bearbeitet. WICHTIG: Den Boden nach dem Verlegen, Verfugen und Säubern ca. eine Woche ruhen lassen, damit Kleber, Fugenmasse und Platten komplett durchgetrocknet sind. Nur so können die Poren das nötige Öl ideal aufnehmen. Saugt das Öl nicht ein, bildet sich an der Oberfläche nur eine hauchdünne Schicht, durch die Flüssigkeiten hindurch diffundieren können.

Kantenunebenheiten.

Zementmosaik- und Terrazzoplatten werden in eine Form gegossen und nicht geschnitten. Daher kann es zu leichten Unebenheiten an den Kanten kommen.

Die Terrazzoplatten werden nach ihrer Trocknung durch eine Schleifstraße gefahren. Hierbei wird die Oberfläche gemäß R9 Klassifizierung geschliffen. Durch diesen Prozess können einzelne kleine Körner an den Plattenkanten herausgerissen werden, so dass es zu leichten Gesteinsausbrüchen kommen kann. Dies ist produktionsbedingt nicht zu vermeiden.

Kapillarwirkung.
Eine fehlende Kapillarwirkung kann folgende Ursachen haben:

  • Zu hohe restfeuchte beim Ölen (Wässern, Kleber mit langer Wasserhaltung) im Belag. Die Kapillare sind mit Feuchtigkeit gefüllt.
  • Verwendung einer Fughilfe. Die Fughilfe bildet eine dünne Schicht, die das spätere Eindringen des Öls verhindert.
  • Eine feuchte Reinigung kürz vor dem Ölen. Ein Großteil des Putzwassers zieht in den Belag ein und verhindert damit das Einsaugen des Öls.

Kleber.

Es reicht nicht aus, bei der Verlegung irgend einen Schnellkleber zu nehmen. Wenn ein Kleber schnell abbindend ist, muß er auch so flexibel sein, eventuell auftretende Spannungen innerhalb der Kleberschicht zu kompensieren.

Die Platten haben bei dem Verlegen noch eine gewisse Restfeuchte. Im Laufe der nächsten Wochen erfolgt ein Trocknen der Platten und die Platten schwinden. 

Natürlich dürfen die Platten nicht gewässert werden. Ein Abwaschen der frisch verlegten Platten hat einen ähnlichen Effekt wie das Wässern. Die Restfeuchte erhöht sich enorm, so dass der Schwund beim Austrocknen auch den elastischsten Kleber überfordert.

Lieferzeit.

Die Fertigungszeit der Platten beträgt ca. 12 bis 18 Wochen (Sonderanfertigungen). Bedingt ist diese Zeitspanne durch den Trocknungsprozess der Platte.

Lufteinschlüsse.

Um Lufteinschlüsse zu minimieren und die Körnung gleichmäßig zu verteilen, werden die Terrazzoplatten ‚gerüttelt’. Dieses Rütteln darf bei Musterplatten nicht zu stark ausfallen, um das Muster nicht zu gefährden. Durch die Körnung  kann es zu kleineren Lufteinschlüssen, sog. Lukern kommen.

Material und Herstellung.

Eine mit Eisenoxydpigmenten eingefärbte Vorsatzschicht aus Weißzement, Marmormehl und Quarzsand wird mit Mörtel aufgefüllt und unter hohem Druck hydraulisch gepresst – je höher der Druck, desto feiner die Oberfläche. Das Ergebnis ist eine massive, 1,8 cm starke Platte mit einer 3 mm dicken Marmorschicht. Die Platten werden getrocknet – nicht gebrannt. Die Trocknungszeit beträgt ca. 10 Wochen.

Musterlinien.

Durch die Körnung des Materials bedingt, verlaufen die einzelnen Plattenmuster nicht absolut präzise. Ein typisches Charakteristikum von Terrazzoböden.

Musterplatten.

Gerne können Sie, wenn Sie Farben, Haptik, Qualität und Muster vor Ort prüfen möchten, einzelne Musterplatten über unseren Onlineshop auf unserer Webseite bestellen. Bitte beachten Sie, dass wir nicht garantieren können, von allen Platten aus unserem Sortiment Musterplatten vorrätig zu haben.

Noch mehr Muster.

VIA Zementmosaik- und Terrazzoplatten sind vielfältig kombinierbar. Selbst einzelne Platten lassen sich zu ganz unterschiedlichen Mustern zusammenfügen – je nachdem wie man sie legt.

Offene Stellen.

Offene Stellen bei den Terrazzoplatten entstehen während der Herstellung durch kleine Lufteinschlüsse oder ungleichmäßige Verteilung von Farbpaste und Gesteinszuschlag. Dies ist kein Makel, sondern ein natürliches, durch das körnige Material bedingte Merkmal.

Pflege.

Jeder Putzvorgang besteht aus Reinigung und Pflege. Ähnlich wie bei anderen kalkhaltigen Belägen rauen Säuren die Oberfläche auf. Daher ist darauf zu achten, dass Sie nur alkalische, leicht rückfettende Reinigungsmittel verwenden.

Um grobe Verunreinigungen zu beseitigen, kann auch Scheuerpulver (ohne Säure) eingesetzt werden.

Traditionell werden Zementfliesen mit einer natürlich rückfettenden Schmierseife gereinigt.

Plattenöl.

Das VIA Plattenöl ist ein tief eindringende, offenporiges  Naturprodukt mit hoher Füllkraft und schneller Trocknung. Mit VIA Plattenöl behandelte Oberflächen sind wasserabweisend, frei von Giftstoffen und allergielösenden Terpenen. Mit einer Dose VIA Plattenöl (1000ml) kann man ca. 30 bis 40 m2 behandeln.

Quarzsand.

VIA empfiehlt eine Mischung aus Quarzsand (Körnung 0,1 – 0,3 mm) und Trasszement als Fugmasse. Angerührt mit Wasser ergibt die Fugmasse idealer Weise eine joghurtartige Konsistenz. Wichtig ist, dass diese Fugmasse keine Kunststoffpartikel enthält, da diese sich leicht in die Oberfläche einreiben können und dann einen Grauschleier auf den Platten hervorrufen können.

Rohzustand.

Die Platten werden roh, d.h. unbehandelt, zu Ihnen geliefert. Sie sind bei Anlieferung nicht geölt und sind somit nicht imprägniert, bzw. feuchtigkeitsbeständig. Die Platten müssen also trocken und umsichtig gelagert auf der Baustelle gelagert werden, und nach der Verlegung endbehandelt werden, d.h. geölt und poliert werden.

Schmierseife.

Traditionell werden Zementmosaik- und Terrazzoböden mit rückfettender Schmierseife gereinigt. Der Boden wird durch die natürliche Rückfettung optimal gepflegt. Die VIA Schmierseife gibt Ihrem Boden die Pflege, die er benötigt. Dosierung: ca. 1 Esslöffel auf 10l Wasser.

Silikon.

Generell empfiehlt VIA die sparsame Anwendung von Silikon. Es sollte Naturstein-Silikon ohne Essigvernetzer verwendet werden.

Terrazzo.

Schon in der Antike war Bodenbelag aus Terrazzo geläufig und beliebt. Zu der Zeit wurde der zementgebundene Estrich mit dekorativen und farbigen Zuschlagstoffen direkt auf dem Boden verarbeitet.

VIA stellt den historischen Bodenbelag in 20x20 cm großen Platten in den vier typischen Farben (Schwarz, Weiß, Grau, Weiß) her.  Durch die charakteristische mittlere Körnung verlaufen Plattenmuster nicht absolut präzise. Terrazzoplatten sind durch Ihre Widerstandsfähigkeit und Belastbarkeit für alle Innenräume – auch für das Bad – geeignet. Die Platten werden ohne Fugen, bzw. knirsch verlegt.

Uniflächen.

Haben Sie Mut zur Farbe und zu Mustern, denn reines Weiß als Fläche auf dem Boden wird selbst Personen mit Putzmanie des Öfteren verzweifeln lassen. Man sieht einfach alles - wie bei allen weißen Fußböden! Dazu kommt die natürliche Patina der Platten, die sich mit der Zeit entwickelt und den Boden mit einem leichten Schleier belegt.

Verfugung.

Die Fugenmasse besteht aus 1/3 Quarzsand (0,1mm – 0,3 mm)  und 2/3 Trasszement und weist – unter Zugabe von Wasser - eine joghurtartige Konsistenz auf. WICHTIG: Die Fugmasse darf keine Farbpigmente/Kunstoffpartikel enthalten. Diese setzen sich in die Poren und belegen so die Platte mit einem grauen Schleier, der sich nicht mehr entfernen lässt.

Verlegeprogramm.

Erstellen Sie Ihr eigenes Plattenmuster mit dem VIA Verlegeprogramm mit Ihren Raummaßen. Das Programm können Sie direkt auf unserer Webseite aufrufen, können dort individuell Muster legen, speichern und sich Angebote zusenden lassen. Probieren Sie es aus.

Widerstandsfähigkeit.

Zementmosaik- und Terrazzoplatten waren ab der Mitte des 19. Jahrhunderts durch ihre Widerstandsfähigkeit und robusten Eigenschaften als Bodenbelag äußerst beliebt. In Hauseingängen und Wirtschafträumen finden sich auch heute noch oft die erhaltenen Originalböden. Sie sehen, mit der richtigen Pflege können Böden mit VIA Zementfliesen  Jahrhunderte überdauern.

X

Yeah.

Yeah! werden Sie sagen, wenn der Boden fertig verlegt, verfugt, imprägniert ist und seine ganze Schönheit entfaltet. Sie werden sehen!

Zement.